Oranienbaum beeindruckt als einzigartiges barockes Gesamtenemble aus Schloss, Schlosspark und Stadt. Charakteristisch ist der symmetrisch angelegte Grundriss der Stadt, welcher wiederum ein spiegelbildliches Pendant zur Schloss-und Parkanlage bildet.

Die Hochzeit des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau mit Henriette Catharina von Oranien-Nassau im Jahr 1659 sollte für den wüst liegenden, slawischen Ort Nischwitz einen entscheidenden Wendepunkt bringen.

Ab 1683 ließ sich die aus den Niederlanden stammenden Fürstin hier eine großzügige Schlossanlage zunächst als Sommerresidenz errichten und ab 1693 als Witwensitz ausbauen und gab dem Ort in Anlehnung an ihre Herkunft den Namen Oranienbaum. Aufgrund vielfältiger Aktivitäten des Fürstenpaares gelangte der Ort zu wirtschaftlicher und kutureller Blüte. Noch heute zeugen elegante Fabrikantenvillen, Ackerbürgerhöfe, Tabakfabriken und das im Original erhaltene barocke Ensemble aus Schloss, Schlosspark und Stadt von Oranienbaums 350-jährigen beeindruckenden Geschichte.

Oranienbaum-Wörlitz, OT Stadt Wörlitz, Angergasse 131
Tel. (03 49 05) 2 03 29

Die Insel Stein am östlichen Ausläufer des Wörlitzer Sees ist mit dem ältesten künstlichen Vulkan Europas ein besonders spektakuläres Denkmal im UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz. Mit der Vesuvnachbildung, der klassizistischen Villa Hamilton und einem antikisierenden Theater entführt sie ihre Gäste nach Süditalien.

Die Insel Stein ist von 1788 bis 1794 im Auftrag des Fürsten Franz als Reiseerinnerung nach dem Besuch in Neapel entstanden. Hier vermittelte er seinen Untertaninnen und Untertanen, für die das Reisen in andere Länder fast unmöglich war, eine Vorstellung von der Gegend am Fuße des Vesuvs. Die neapolitanische Topographie, die zeitgenössische italienische Architektur und sogar die dortige Vegetation, nachempfunden durch die Anpflanzung von Feigen und lombardischen Pappeln und die Aufstellung von Agaven, sollten en miniature dargestellt werden.

Die Villa Hamilton gilt als ein Freundschaftsmonument für den britischen Diplomaten, Antikensammler und Geologen Sir William Hamilton (1731–1803), den der Fürst 1766 in Neapel kennen- und schätzengelernt hatte. Gemeinsam waren sie auf den Vesuv gestiegen. Im Inneren der Villa befinden sich drei reich ausgestattete Räume, die an die Grand Tour des Fürsten durch Italien erinnern. Die Villa Hamilton ist ein Meisterwerk des Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff. Sie zählt gewiss zu den reizvollsten klassizistischen Bauwerken in Deutschland.

Das UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz umfasst zwei besondere Schlösser aus Barock und Rokoko. Sie sind Zeugen einer Zeit, die durch eine große Lust geprägt war, zu Sammeln.

In Schloss Mosigkau gehen Kunstliebhabern deshalb heute die Herzen auf! Denn in nahezu originaler, barocker Gemäldehängung sind hier aberhunderte Werke großer flämischer und holländischer Meister wie Anthonis van Dyck, Jan Brueghel d. Ä. und Peter Paul Rubens aus nächster Nähe zu bestaunen. Und auch in Schloss Oranienbaum, das ein eindrucksvolles Gesamtensemble mit seinem Schlossgarten und der Stadt bildet, zeugt die Innenausstattung mit kostbaren Ledertapeten, Fayencen, Gemälden und zahlreichen Delfter Fliesen im Sommerspeisesaal vom Glanz der barocken Sammelleidenschaft. Folgen Sie uns auch in die Schlossgärten und Orangerien, wo bis heute Exoten wie Orangen, Zitronen, Granatäpfel und Palmen überwintert und kultiviert – gesammelt – werden.

Oranienbaum-Wörlitz, OT Stadt Wörlitz, Erdmannsdorffstr. 69
Tel. (03 49 05) 3 01 90

ab 79,00 

Direkt am Schlosspark, in der Nähe des historischen Ortskerns gelegen, bietet unser familiär geführtes Hotel 28 komfortabel und  gemütlich eingerichtete Zimmer. Fünf DZ davon mit Balkon  sowie 1 DZ barrierefrei. WLAN / Parkplatz gratis, Fahrradgarage mit Lademöglichkeit, Café, Terrasse, Restaurant und großer Festsaal.

Der Wörlitzer Park mit seinen klassizistischen und neugotischen Bauten gilt als ästhetischer Höhepunkt des Gartenreiches Dessau-Wörlitz. Ab 1765 wurde mit ihm der erste englische Landschaftspark auf dem europäischen Kontinent errichtet. Um den vierarmigen Wörlitzer See ordnen sich fünf Gartenteile, welche durch ein wohldurchdachtes System von Wegen, Kanälen, Brücken, Fähren und Sichtbeziehungen miteinander korrespondieren. Zahlreiche Bauwerke, Plastiken und Gehölzpflanzungen bilden Ausgangs- und Endpunkte dieser Sichtachsen, die weit in die Landschaft hinausgehen.

ab 68,00 

Direkt am Parkeingang und Gondelstation, Restaurant im Parkstil, separater Raum für Familien- u. Gruppenfeiern, anhaltische Küche, Biergarten bis 100 Personen, Gartenreichzimmer, davon 4 barrierefreie DZ, hoteleigener (Bus)Parkplatz, radfahrerfreundlich

Oranienbaum-Wörlitz, OT Stadt Wörlitz, Neuer Wall 103
Tel. (03 49 05) 2 17 03