GARTENREICH

DESSAU-WÖRLITZ

Bemerkenswert kunstvoll und weltweit einmalig

Das Gartenreich ist mehr als seine Schlösser, Gärten und Parks. Es ist die großartige Idee einer schönen und gleichsam bildenden Landschaft, die für jedermann offen stehen und wohltuend für die Seele sein sollte. Im Jahr 2000 wurde das Gartenreich mit dem Titel eines UNESCO-Welterbes geadelt. Lesen Sie hier mehr!

Auf einen Blick

Interaktive Karte

Unsere Interaktive Karte bietet Ihnen eine kompakte Darstellung aller Highlights und zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Suchen Sie hier nach den schönsten Radwegen und Routen durch die Landschaft. Wählen Sie das bestgelegene Restaurant für Ihren Zwischenstopp oder die Unterkunft mit der idealen Lage für Ihre Übernachtung. So können Sie Ihren Besuch spielend leicht und ganz individuell planen – und verlieren während der Reise nie den Überblick.

 

Ausgezeichnet

Warum?

Was ist eigentlich

ein UNESCO-Welterbe?

Der Titel UNESCO-Welterbe ist eine herausragende Auszeichnung. Sie bedeutet, dass das Gartenreich einmalig auf der ganzen Welt und von universellem Wert ist. Als authentisches Zeugnis des 18. Jahrhunderts gibt es uns bis heute einen unverfälschten Eindruck vom Zeitgeist einer längst vergangenen Epoche der Aufklärung.

Und was ist

das „Gartenreich“?

Das Gartenreich ist eine kunstvolle Kulturlandschaft, die sich heute auf insgesamt 142 km² erstreckt. Es lohnt also, bei einem Besuch der berühmten Schlossgärten und Landschaftsparks über ihre Grenzen zu blicken. Denn was Fürst Franz im 18. Jahrhundert zwischen Dessau und Wörlitz südlich der Elbe als Projekt zur Landschaftsverschönerung schuf, ist außerordentlich.

Wörlitzer Park

Die Deutsche UNESCO-Kommission nennt das Gartenreich ein herausragendes Beispiel für die Landschaftsgestaltung zur Zeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert unter ästhetischen und pädagogischen Gesichtspunkten. Was das heißt? Das haben wir für Sie in drei Punkten zusammengefasst.

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich in England ein neuer Stil der Gartenkunst. Der Landschaftspark sollte die Natur in idealisierter Form nachbilden und den Betrachter in ein begehbares Landschaftsgemälde entführen. Nach seiner Grand Tour 1765 begann der England-Enthusiast Fürst Franz in Wörlitz einen solchen Park nach englischem Vorbild anzulegen. Es war der erste seiner Art auf dem europäischen Festland. Auch mit den Parks Luisium, Sieglitzer Berg, Georgium und Großkühnau in unmittelbarerer Nähe wurde diesem Vorbild moderner Gartenkunst gefolgt.

Die Landschaftsparks wurden dabei feinsinnig mit den älteren Schlossparks des Rokoko und Barock in Oranienbaum und Mosigkau vernetzt. Fürst Franz bezog so die bedeutenden Anlagen seiner Vorfahren über Wegeführungen, Sichtachsen und Alleen elegant in die Umgestaltung seines Fürstentums ein und schuf innerhalb von 40 Jahren ein einmaliges landschaftliches Gesamtkunstwerk – das heutige Gartenreich Dessau-Wörlitz. Auf 142 km² kann es 250 Jahre später noch erlebt und am besten mit dem Fahrrad erkundet werden!

Das Gartenreich vereint die Kunstgattungen verschiedener Epochen und Länder. Sowohl in der Landschaft, in den Gärten und Parks als auch in den Schlössern und Sammlungen treffen Architektur und Kunst von Antike bis Klassizismus aufeinander: Skulpturen, Tempel, Tore, Brücken, Schlösser, Gemälde, Möbel, uvm. Zahlreiche Anregungen fand Fürst Franz auf seinen Bildungsreisen – den sogenannten Grand Tours – in England, Frankreich, Italien und den Niederlanden. Doch nicht nur die Vielfalt an Kunst ist im Gartenreich von besonderer Bedeutung. Es ist die hohe Qualität der Bauwerke und ihrer Ausstattungen, die der Sammelleidenschaft des Fürsten Franz und dem Wirken von bedeutsamen Architekten wie Friedrich Willhelm von Erdmannsdorf zu verdanken ist.

Was Sie außerdem wissen sollten: Mit Schloss Wörlitz (1769–1773) wurde das erste klassizistische Bauwerk der deutschen Architekturgeschichte erbaut! Und nicht nur der Klassizismus, auch die Neogotik nahm in Deutschland mit dem Gotischen Haus (ab 1773) im Wörlitzer Park ihren Anfang.

 

Fürst Franz verfolgte ein Ziel mit der Umgestaltung seines Fürstentums ganz im Sinne der Aufklärung: die Bildung und moralische Erziehung seines Volkes. Dazu revolutionierte er mit der Gründung des Dessauer Philanthropin zum einen das Bildungswesen – und öffnete schon vor 250 Jahren die Schlösser und Gärten für seine Gäste.

Dort konnten sie neuste technische und künstlerische Errungenschaften aus ganz Europa sehen. Um die Welt im Kleinen nach Anhalt-Dessau zu holen, wurden ferne Orte und berühmte Bauwerke imitiert und sogar ganze Landschaften nachgeformt. An der Insel Stein im Wörlitzer Park finden sich Gäste bis heute in einer kleinen Version der neapolitanischen Küstenregion am Fuße des Vesuv wieder: Ein künstlicher Vulkan, lombardische Papeln, Agaven und Feigen, eine Weinpergola und ein römisches Theater ermöglichen eine Welt- und Zeitreise en miniature.

Leitprinzip des Fürsten war es, das „Nützliche mit dem Angenehmen“ zu verbinden ein aufklärerischer Ansatz der auf ein Zitat des römischen Dichter Horaz zurückzuführen ist. Noch heute zeugen lange Obstbaumalleen und weite Streuobstwiesen oder die als Verbindungswege genutzten Deiche davon, dass Gartenkunst und Landwirtschaft im Gartenreich als Einheit verstanden wurden. Die Demonstration moderner Landwirtschaftsmethoden diente ebenfalls der Bildung der Bevölkerung.

Zu Besuch

Highlights

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GARTENREICH DESSAU-WÖRLITZ

Touristinformation

im Küchengebäude am Schloss Wörlitz
Kirchgasse 35, D-06785 Oranienbaum-Wörlitz
Telefon +49 (0) 3 49 05.3 10 09
info@welterbe-gartenreich.de
www.welterbe-gartenreich.de

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