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Eines der bedeutendsten noch erhaltenen Barockensembles Deutschlands befindet sich in Oranienbaum. Henriette Catharina (1637–1708), Gemahlin des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627–1693), ließ sich die großzügige Schlossanlage ab 1683 zunächst als Sommerresidenz errichten und ab 1693 als Witwensitz ausbauen und vergrößern.
Die aus dem Haus Oranien-Nassau stammende Prinzessin gab dem Ort nicht nur einen auf ihre Familie bezogenen Namen, sondern verlieh dem Schloss auch das holländische Gepräge. Hierzu trug auch der aus der Heimat der Prinzessin stammende Baumeister Cornelis Ryckwaert bei. Mit dem Schlossbau war auch die planmäßige Anlage einer Stadt und eines Schlossgartens nach holländischem Vorbild verbunden. Eine reiche Innenausstattung mit kostbaren Ledertapeten, Fayencen und Gemälden verlieh dem Haus seinen Glanz, von dem heute u. a. noch der Fliesenkeller (Sommerspeisesaal), der Ledertapetensaal und der Spiegelkristallsaal zeugen.
Inmitten des Schlossgartens befindet sich eines der berühmtesten Bauwerke der deutschen Baugeschichte. Das Wörlitzer Schloss wurde für Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau nach Entwürfen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff errichtet. Von 1769 bis 1773 entstand der Sommersitz nach dem Vorbild englischer Landhäuser.
Schon vor 250 Jahren war dieses neuartige Haus nicht nur sehenswert, sondern überzeugte zudem durch seine moderne Funktionalität. Das schlichte Schloss war damals derart revolutionär, dass es heute noch in jedem Band über deutsche Baugeschichte abgebildet ist. Es handelt sich um das Erstlingsbauwerk des deutschen Klassizismus.
Die reiche Innenausstattung ist fast vollständig erhalten und spiegelt die Geisteshaltung, die Reisen und die Interessen seines Bauherren programmatisch wider. Hier finden sich antike Plastiken, italienische und niederländische Gemälde (u. a. Rubens) und englische Keramiken der berühmten Manufaktur von Josiah Wedgwood. Erdmannsdorff ließ zahlreiche Räume mit feinen Wandmalereien und Stuckaturen verzieren. Der erlesene Geschmack des Fürsten spiegelt sich zudem in dem speziell für das Haus entworfenen Interieur wider. Hierzu zählt auch ein Ensemble aus der berühmten Möbelwerkstatt von Abraham und David Roentgen.
Das Gotische Haus stellt genau wie das Schloss Wörlitz zu seiner Entstehungszeit ein architektonisches Novum dar. Nicht nur der deutsche Klassizismus, sondern auch die Neugotik hat in Wörlitz ihren Ausgangspunkt. Das Haus birgt eine einmalige Sammlung mit herausragenden Glasgemälden vom ausgehenden 15. bis zum 17. Jahrhundert und besticht durch eine beeindruckende neugotische Ausstattung. Zu Lebzeiten des Fürsten Franz diente es ihm auch als Refugium.
Mit der Errichtung des Gotischen Hauses wurde 1773 begonnen. Heute gehört es zu den ältesten weitgehend original erhaltenen Architekturen der Neugotik in Europa.
Anfangs war das Gotische Haus als Wohnung für den Hofgärtner Schoch vorgesehen. Ab 1785 wurde es zunehmend für die Wohnzwecke des Fürsten Franz, insbesondere aber für seine verschiedenen Kunstsammlungen ausgebaut. Die Vergrößerungen und Umbauten werden in der reizvollen Vielgestaltigkeit sowie den Unregelmäßigkeiten im Äußeren und Inneren des Gebäudes sichtbar.
Mit ihrer lückenlosen Bilderhängungen ist die Sammlung in Mosigkau eine der letzten barocken Galerien. Bewundern Sie die Gemälde der flämischen und holländischen Meister des 17. Jahrhunderts gemeinsam mit dem Kastellan und entdecken Sie die schönsten Details.
Ihr romantisches Hotel neben Schloss und See mit der Gondelstation, Klassik-, Komfortzimmer, Juniorsuiten, Familienzimmer, frische Heimatküche, Bankett- & Seminarvilla bis 180 Pers., Sommersaal mit Kamin, Sauna, Wellnessmassagen, Hydrojet-Anwendungen, barrierefreies Hotel, Biergarten am historischen Markt
Oranienbaum-Wörlitz, OT Stadt Wörlitz, Wörlitzer Markt 96
Tel. (03 49 05) 411-0
Eines der bedeutendsten noch erhaltenen Barockensembles Deutschlands befindet sich in Oranienbaum. Henriette Catharina (1637–1708), Gemahlin des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627–1693), ließ sich die großzügige Schlossanlage ab 1683 zunächst als Sommerresidenz errichten und ab 1693 als Witwensitz ausbauen und vergrößern. Die aus dem Haus Oranien-Nassau stammende Prinzessin gab dem Ort nicht nur einen auf ihre Familie bezogenen Namen, sondern verlieh dem Schloss auch das holländische Gepräge. Hierzu trug auch der aus der Heimat der Prinzessin stammende Baumeister Cornelis Ryckwaert bei. Mit dem Schlossbau war auch die planmäßige Anlage einer Stadt und eines Schlossgartens nach holländischem Vorbild verbunden. Eine reiche Innenausstattung mit kostbaren Ledertapeten, Fayencen und Gemälden verlieh dem Haus seinen Glanz, von dem heute u. a. noch der Fliesenkeller (Sommerspeisesaal), der Ledertapetensaal und der Spiegelkristallsaal zeugen.
Im ehemaligen barocken Inselgarten schuf Fürst Franz einen Englisch-chinesischen Garten, der heute als der einzig erhaltene dieser Art in Deutschland gilt. In der idyllischen Insellandschaft mit ihren Bogenbrücken und Findlingen setzen das Chinesische Haus und eine fünfgeschossige Pagode die architektonischen Akzente. Ab 1812 entstand eine der längsten Orangerien Europas, die seither ohne Unterbrechung zur Unterbringung eines reichen Bestandes an Zitruspflanzen genutzt wird. Noch heute zieren in den Sommermonaten zahlreiche Zitrusgewächse den Schlosspark.
Die barocke Anlage Oranienbaum strahlt durch ihre unverfälschte Authentizität einen reizvollen Charme aus und ist unbedingt einen Besuch wert.
Direkt am Wörlitzer Park, gegenüber der Rousseau-Insel gelegen; ganzjährig nutzbar; Frischwasser, Strom, Dusche/ WC saisonal (01.04. – 31.10.) verfügbar, kostenlose WLAN-Nutzung, Stellplatzgebühr ist ausschließlich im Kiosk zu entrichten