Internationaler Tag des Bibers
Naturkundliche Exkursion im und am Biberland
Spurensuche im Reich der Biber – und im Biberland ist es sehr wahrscheinlich, dass Spuren zu finden sind. Am Internationalen Tag des Bibers steht das Symboltier des Biosphärenreservates Mittelelbe im Blickpunkt.
Jörg Schuboth, Leiter der Landeskompetenzstelle für Biberschutz, und zugleich Exkursionsleiter, führt ab dem Kapenschlösschen entlang des Landeskulturgrabens zur Biberfreianlage. Er erläutert, wie ausgerechnet der Elbebiber Wappen- und Symboltier des Biosphärenreservates wurde und warum der Biber in der Elbaue eine autochthone Tierart ist; heißt, eine seit sehr langer Zeit hier vorkommende heimische Art, ein „Urvieh“ gewissermaßen. An der mittleren Elbe gab es vor rund 120 Jahren die letzten Bibervorkommen Deutschlands, sie waren hier auch nie ausgestorben. Besucherinnen und Besucher sind zu den Führungen herzlich eingeladen. In der Biberfreianlage angekommen, warten weitere spannende Informationen zur Biberlebensweise und eindrucksvolle Einsichten in die Natur eines typischen Biberreviers auf die Exkursionsgäste.
Der um 1900 hierzulande nahezu ausgestorbene Elbebiber (Castor fiber albicus) hat sich mit dem Einsetzen konsequenter Schutzbemühungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Bestand stabilisiert und erholt. Circa 3.650 Elbebiber leben aktuell im Land Sachsen-Anhalt. Regelmäßige Kartierungen der Reviere in ganz Sachsen-Anhalt überwachen Bestand und Entwicklung. Mit seiner besonderen Lebensweise gilt der Elbebiber wie keine andere Art als Landschafts- und Lebensraumgestalter, der Habitate für andere Arten der Aue schafft. Wie genau er das macht – auch darüber gibt es Auskunft zu beiden Führungen am Internationalen Tag des Bibers.
Die Führung findet an diesem Tag zwei Mal statt. Einmal um 10:00 Uhr und einmal um 16:00 Uhr.
Treffpunkt
Kapenschlösschen, Sitz der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe
Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.
Eine Veranstaltung der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe.