Ergebnisse 41 – 50 von 58 werden angezeigtNach Preis sortiert: absteigend

Wenn Sie Wörlitz besuchen, dann erleben Sie eine Weltreise en miniature. Dass Fürst Franz sein Herz auf „Grand Tour“ insbesondere an Italien verloren hatte, wird an verschiedenen Details deutlich: Denn nicht nur die Gondeln in den Kanälen wecken Erinnerungen an Venedig. Weithin sichtbar zeichnet sich der Krater des Wörlitzer „Vesuv“ am östlichen Rand des Wörlitzer Sees ab. Erreicht man die wildromantische Insel Stein mit einem antiken Theater und der Kopie eines zeitgenössischen italienischen Landhauses am Fuße des Vulkans, wird man von einer Vegetation aus lombardischen Pappeln und Agaven, Weinreben und Feigenbäumen umfangen. Da fliegen die Gedanken unwillkürlich an den Golf von Neapel.

Reisen Sie mit uns für einen Tag nach bella italia und lernen Sie die italienische Seite des Wörlitzer Parks kennen.

Der Wörlitzer Park bildet den Auftakt und den ästhetischen Höhepunkt eines einmaligen Programms zur Landesverschönerung und Lebensverbesserung, das Fürst Franz in seinem Ländchen erreichen wollte. Der Park gilt als Inbegriff der Aufklärung in Deutschland. Vorbildhaft ist auch die mit der Gestaltung verbundene Bildungsabsicht des Fürsten – Hauptgrund dafür, die Anlagen von Beginn an für jeden zu öffnen.

Gartenbilder und Architekturen, darunter ein Brückenbauprogramm, laden bis heute zu einer Welt- und Zeitreise en miniature ein. So wird mit den siebzehn schönen Wasserquerungen beispielsweise die Geschichte dieser Ingenieurskunst erzählt. Ob aus Holz, Stein oder Metall, ob hängend, schwimmend oder fest gebaut: Erleben Sie eine Demonstration der Brückenbaukunst von der Urform, der Furt, bis zur damals neusten Errungenschaft der industriellen Revolution – der eisernen Brücke (Iron Bridge in Westengland).

Das Gotische Haus stellt genau wie das Schloss Wörlitz zu seiner Entstehungszeit ein architektonisches Novum dar. Nicht nur der deutsche Klassizismus, sondern auch die Neugotik hat in Wörlitz ihren Ausgangspunkt. Das Haus birgt eine einmalige Sammlung mit herausragenden Glasgemälden vom ausgehenden 15. bis zum 17. Jahrhundert und besticht durch eine beeindruckende neugotische Ausstattung. Zu Lebzeiten des Fürsten Franz diente es ihm auch als Refugium.

Mit der Errichtung des Gotischen Hauses wurde 1773 begonnen. Heute gehört es zu den ältesten weitgehend original erhaltenen Architekturen der Neugotik in Europa.
Anfangs war das Gotische Haus als Wohnung für den Hofgärtner Schoch vorgesehen. Ab 1785 wurde es zunehmend für die Wohnzwecke des Fürsten Franz, insbesondere aber für seine verschiedenen Kunstsammlungen ausgebaut. Die Vergrößerungen und Umbauten werden in der reizvollen Vielgestaltigkeit sowie den Unregelmäßigkeiten im Äußeren und Inneren des Gebäudes sichtbar.

Inmitten des Schlossgartens befindet sich eines der berühmtesten Bauwerke der deutschen Baugeschichte. Das Wörlitzer Schloss wurde für Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau nach Entwürfen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff errichtet. Von 1769 bis 1773 entstand der Sommersitz nach dem Vorbild englischer Landhäuser.

Schon vor 250 Jahren war dieses neuartige Haus nicht nur sehenswert, sondern überzeugte zudem durch seine moderne Funktionalität. Das schlichte Schloss war damals derart revolutionär, dass es heute noch in jedem Band über deutsche Baugeschichte abgebildet ist. Es handelt sich um das Erstlingsbauwerk des deutschen Klassizismus.

Die reiche Innenausstattung ist fast vollständig erhalten und spiegelt die Geisteshaltung, die Reisen und die Interessen seines Bauherren programmatisch wider. Hier finden sich antike Plastiken, italienische und niederländische Gemälde (u. a. Rubens) und englische Keramiken der berühmten Manufaktur von Josiah Wedgwood. Erdmannsdorff ließ zahlreiche Räume mit feinen Wandmalereien und Stuckaturen verzieren. Der erlesene Geschmack des Fürsten spiegelt sich zudem in dem speziell für das Haus entworfenen Interieur wider. Hierzu zählt auch ein Ensemble aus der berühmten Möbelwerkstatt von Abraham und David Roentgen.

Der Wörlitzer Park mit seinen klassizistischen und neugotischen Bauten gilt als ästhetischer Höhepunkt des Gartenreiches Dessau-Wörlitz. Ab 1765 wurde mit ihm der erste englische Landschaftspark auf dem europäischen Kontinent errichtet. Um den vierarmigen Wörlitzer See ordnen sich fünf Gartenteile, welche durch ein wohldurchdachtes System von Wegen, Kanälen, Brücken, Fähren und Sichtbeziehungen miteinander korrespondieren. Zahlreiche Bauwerke, Plastiken und Gehölzpflanzungen bilden Ausgangs- und Endpunkte dieser Sichtachsen, die weit in die Landschaft hinausgehen.

Oranienbaum-Wörlitz, OT Oranienbaum, Markt 5, Tel. (03 49 04) 2 07 86,
moepr@web.de
www.cafe-am-markt-oranienbaum.de

Oranienbaum-Wörlitz, OT Oranienbaum, Dessauer Straße 41 – 42, Tel. (03 49 04) 30 30

 

Dessau-Roßlau, OT Waldersee, Birnbaumweg, Tel. (0163) 7 44 41 35

Oranienbaum-Wörlitz, Elbterrasse 1, Tel. (03 49 03) 8 90 95

Oranienbaum-Wörlitz, OT Stadt Wörlitz, Neue Reihe 179, Tel. (03 49 05) 2 01 24