Gruppenangebote
Hier finden Sie Angebote für Gruppenreisen ins Gartenreich. Ob allein, zu zweit, mit den Kollegen, dem Verein oder der Schule, das Gartenreich ist eine Reise wert! Stöbern Sie gemütlich in unseren bunten Vorschlägen. Das Richtige ist nicht dabei? Dann sind wir gern für Sie da!
Das UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz umfasst zwei besondere Schlösser aus Barock und Rokoko. Sie sind Zeugen einer Zeit, die durch eine große Lust geprägt war, zu Sammeln.
In Schloss Mosigkau gehen Kunstliebhabern deshalb heute die Herzen auf! Denn in nahezu originaler, barocker Gemäldehängung sind hier aberhunderte Werke großer flämischer und holländischer Meister wie Anthonis van Dyck, Jan Brueghel d. Ä. und Peter Paul Rubens aus nächster Nähe zu bestaunen. Und auch in Schloss Oranienbaum, das ein eindrucksvolles Gesamtensemble mit seinem Schlossgarten und der Stadt bildet, zeugt die Innenausstattung mit kostbaren Ledertapeten, Fayencen, Gemälden und zahlreichen Delfter Fliesen im Sommerspeisesaal vom Glanz der barocken Sammelleidenschaft. Folgen Sie uns auch in die Schlossgärten und Orangerien, wo bis heute Exoten wie Orangen, Zitronen, Granatäpfel und Palmen überwintert und kultiviert – gesammelt – werden.
Der Wörlitzer Park mit seinen klassizistischen und neugotischen Bauten gilt als ästhetischer Höhepunkt des Gartenreiches Dessau-Wörlitz. Ab 1765 wurde mit ihm der erste englische Landschaftspark auf dem europäischen Kontinent errichtet. Um den vierarmigen Wörlitzer See ordnen sich fünf Gartenteile, welche durch ein wohldurchdachtes System von Wegen, Kanälen, Brücken, Fähren und Sichtbeziehungen miteinander korrespondieren. Zahlreiche Bauwerke, Plastiken und Gehölzpflanzungen bilden Ausgangs- und Endpunkte dieser Sichtachsen, die weit in die Landschaft hinausgehen.
Sieben Mal besuchte Johann Wolfgang von Goethe den Wörlitzer Park. Seine Bewunderung drückte der Dichterfürst in seinem Brief an Charlotte von Stein aus, in dem er 1778 aus Wörlitz schrieb: „Hier ist’s ietzt unendlich schön. Mich hat’s gestern Abend, wie wir durch die Seen, Kanäle und Wäldchen schlichen, sehr gerührt, wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben, einen Traum um sich herum zu schaffen. …“ Bei den Aufenthalten in Anhalt-Dessau – wobei er sowohl Interesse an der künstlerischen Ästhetik als auch der Politik hatte – begeisterten ihn im Besonderen die englischen Gärten und die modernen Bauten. Diese inspirierten ihn zu eigenen Werken, sodass Zeichnungen und Gedichte Goethes vom Gartenreich entstanden. Während eines Zeitraums von zwanzig Jahren erlebte er die Erfolge, die Niederlagen, den Mut und die Ausdauer des Fürsten Franz und seines genialen Baumeisters Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff. Folgen Sie den Spuren Goethes im Wörlitzer Park, lauschen Sie seinen Gedichten und Geschichten inmitten dieser einzigartigen Gartenanlage.
Der Wörlitzer Park bildet den Auftakt und den ästhetischen Höhepunkt eines einmaligen Programms zur Landesverschönerung und Lebensverbesserung, das Fürst Franz in seinem Ländchen erreichen wollte. Der Park gilt als Inbegriff der Aufklärung in Deutschland. Vorbildhaft ist auch die mit der Gestaltung verbundene Bildungsabsicht des Fürsten – Hauptgrund dafür, die Anlagen von Beginn an für jeden zu öffnen.
Gartenbilder und Architekturen, darunter ein Brückenbauprogramm, laden bis heute zu einer Welt- und Zeitreise en miniature ein. So wird mit den siebzehn schönen Wasserquerungen beispielsweise die Geschichte dieser Ingenieurskunst erzählt. Ob aus Holz, Stein oder Metall, ob hängend, schwimmend oder fest gebaut: Erleben Sie eine Demonstration der Brückenbaukunst von der Urform, der Furt, bis zur damals neusten Errungenschaft der industriellen Revolution – der eisernen Brücke (Iron Bridge in Westengland).
„Hätte ich Erdmannsdorff nicht zur Seite gehabt, der mich immer wieder ermunterte und anfrischte, (…), so würde ich vieles gar nicht begonnen, anderes liegen gelassen haben. (…), ihm verdankt das Land die Ausführung und Vollendung meist alles dessen, was da ist und den Leuten Freude macht.“ So äußerte sich Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau über seinen Architekten, Berater und Freund Friedrich Wilhelm Freiherr von Erdmannsdorff. Er war ein deutscher Architekt und Architekturtheoretiker in der Zeit der Aufklärung, dem eine künstlerische Karriere keineswegs vorbestimmt war. Doch den Fürsten und Erdmannsdorff verband von Anfang an eine ähnliche Wesensart, welche zu besonderem Erfolg führte. Im Wörlitzer Park und in der Stadt Wörlitz befinden sich viele von Erdmannsdorff geplanten Gebäude, die zum UNESCO-Welterbe gehören – z. B. das Schloss Wörlitz, das Gotische Haus und das Rathaus. Wandeln Sie auf den Spuren des bedeutendsten Vertreters des deutschen Frühklassizismus.
Fast 60 Jahre lang regierte Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740–1817). Während seiner Regentschaft gelangen ihm zahlreiche Reformen, Lebensverbesserungsmaßnahmen und Landesverschönerungen. So führte er unter anderem ab 1765 in Wörlitz Hausnummern ein, was in unserer Gegend damals unbekannt war. Die historische Nummerierung ist bis heute im alten Stadtgebiet erhalten geblieben. Die Nr. 1 trägt das Haus gegenüber der Kirche St. Petri in der Kirchgasse. Auf einem Spaziergang entlang des Denkmalpfades in Wörlitz erfahren Sie Wissenswertes und auch Amüsantes zur Stadtgeschichte, zur Landwirtschaft, zur touristischen Entwicklung, zum Handwerk, zum religiösen Leben und zu den wichtigsten historischen Gebäuden in der Stadt.
„Hier ist’s jetzt unendlich schön. Mich hat’s gestern Abend, wie wir durch die Seen, Kanäle und Wäldchen schlichen, sehr gerührt, wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben, einen Traum um sich herum zu schaffen …“
Goethes Zeilen an Frau von Stein (1778) fassen in Worte, was nahezu unbeschreiblich ist. Erleben Sie die besondere Atmosphäre des Wörlitzer Parks während einer Gondelrundfahrt über die Seen und durch die Kanäle, wie sie schon Fürst Franz genoss.
Während Sie in der Gondel sitzend über das Wasser gleiten, ziehen wechselnde Sichtachsen, malerische Gartenbilder und schöne Brücken die Aufmerksamkeit auf sich.
Wir laden Sie ein zu einer Radpartie durch das UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz. Quer durch die einmalige Landschaft südlich der Elbe, die bis heute durch ein Landesverschönerungsprogramm des 18. Jahrhunderts geprägt ist, erwartet Sie eine besonders reizvolle Tour. Entlang der Alleen und Wege, die durch weite Auenwälder und Auenwiesen mit knorrigen Solitäreichen und naturbelassenen Gewässern führen, durchfahren Sie eine jahrhundertealte Kulturlandschaft, die den Eindruck erweckt, als wäre sie ein einziger großer Garten: Das ist das Gartenreich. Dabei sind die unbestreitbaren Höhepunkte die ausgedehnten Landschaftsparks – der Wörlitzer Park, der Waldpark am Sieglitzer Berg und das Luisium –, die nur etwa „alle halbe Stunde zu Pferde“ voneinander entfernt liegen. Mit einer Führung durch Park und Schloss Luisium endet die Tour bewusst an einem kleinen aber wahrhaft malerischen Juwel des Gartenreichs, für das es sich lohnt, mehr Zeit einzuplanen. Nicht grundlos lehnt sich der Name „Luisium“ an Elysium an… Lassen Sie sich inspirieren!
Wenn Sie Wörlitz besuchen, dann erleben Sie eine Weltreise en miniature. Dass Fürst Franz sein Herz auf „Grand Tour“ insbesondere an Italien verloren hatte, wird an verschiedenen Details deutlich: Denn nicht nur die Gondeln in den Kanälen wecken Erinnerungen an Venedig. Weithin sichtbar zeichnet sich der Krater des Wörlitzer „Vesuv“ am östlichen Rand des Wörlitzer Sees ab. Erreicht man die wildromantische Insel Stein mit einem antiken Theater und der Kopie eines zeitgenössischen italienischen Landhauses am Fuße des Vulkans, wird man von einer Vegetation aus lombardischen Pappeln und Agaven, Weinreben und Feigenbäumen umfangen. Da fliegen die Gedanken unwillkürlich an den Golf von Neapel.
Reisen Sie mit uns für einen Tag nach bella italia und lernen Sie die italienische Seite des Wörlitzer Parks kennen.